IUVAVUM - Römersteine im bayrisch-österreichischen Grenzraum

Steine für das Gebiet von Iuvavum

Gummerner Marmor

Beschaffenheit: Der Gummerner Marmor ist ein mittel- bis grobkörniger Kalkmarmor, der in charakteristischer Weise von unterschiedlich mächtigen, dunkelgrünen Amphibolitlagen und –linsen sowie von Pegmatitgängen durchsetzt ist.

Farben: Der Gummerner Marmor tritt in den Farben weiß bis hellgrau auf.

Abbaugebiete: Der Gummerner Marmor wurde nordwestlich von Villach in einer noch heute genutzten ausgedehnten Bruchanlage abgebaut.

Verwendung: Der Gummerner Marmor wurde insbesondere für die Herstellung von Steindenkmälern des südlichen NORICUMS verwendet. In LAURIACUM (Enns) und seiner unmittelbaren Umgebung fand sich eine solche Gruppe, die aus über 20 Objekten bestand. LAURIACUM hatte mit der Stationierung der legio II Italica am Ende des 2. Jhs. n. Chr. einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung erfahren. Dies hatte u. a. zur Folge, dass hochwertigeres Material bei der Produktion von Steindenkmälern verwendet werden konnte.

 


Grabinschrift der Crispa. Titulus, Fundort Pirath, Kirchdorf am Inn. Weißer, grobkörniger Marmor, vermutlich aus Gummern. © OÖLM, Foto O. Harl, 2002. (Zum Vergrößern in das Bild klicken)