IUVAVUM - Römersteine im bayrisch-österreichischen Grenzraum

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Villa Rustica

Für die Versorgung der Bewohner von größeren Städten und Siedlungen im römischen Reich mit Lebensmitteln benötigte man landwirtschaftliche Güter. Ein derartiges Unternehmen, das in römischer Zeit einen der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren darstellte, nennt man villa rustica. Die Gutshöfe waren regional recht einheitlich aufgebaut. In Noricum gehörten neben dem Haupt- und Wohngebäude verschiedene Wirtschaftbauten (z.B. Schmieden, Töpferöfen, etc…), Stallungen, Geräteschuppen, teilweise auch Badegebäude und Tempelanlagen zu einer villa rustica. Die meisten Anlagen waren von einer Umfassungsmauer umgeben und besaßen einen eigenen Bestattungsplatz. Zur bevorzugten Lage solcher landwirtschaftlichen Anwesen zählten vor allem flach geneigte Südhänge mit nahegelegen Quellen. Palastartige Anlagen wie z.B. die Villa von Loig oder Tittmoning dienten wahrscheinlich als Landsitze der städtischen Oberschicht.
Literatur: Fischer 2002, 108-115; Pietsch 1996, 95f.; K. H. Lenz, Ländliche Besiedlung. In: Th. Fischer (Hrsg.), Die römischen Provinzen. Eine Einführung in ihre Archäologie (Stuttgart 2001) 58-67