IUVAVUM - Römersteine im bayrisch-österreichischen Grenzraum

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Grabstein des Clodius Marianus

Der Stein war früher vollständiger erhalten, daher kennen wir die ganze Inschrift. Sie begann mit der Formel DM (Dis Manibus = den Totengöttern), dann fogte der Name des Verstorbenen, Clodius Marianus, und seine militärische Funktion. Er war frumentarius der 7. Legion, die im spanischen Leon lag. Frumentum heißt Getreide, also denkt man an einen harmlosen Posten im Dienst der Truppenverpflegung. Die Aufgaben der frumentarii waren aber anderer Natur, sie gehörten zum militärischen Nachrichtendient, waren also Spione. Sie kamen offenbar weit herum, was sich auch bei Clodius Marianus zeigt, der aus Spanien ins Grenzgebiet zwischen Rätien und Noricum geschickt worden war und hier starb.
Lucanius Laurentius, der den Grabstein in Auftrag gegeben hat (faciendum curavit), war vermutlich sein Kollege.
Auf den Nebenseiten des Grabmals war jeweils der Umriss einer Lanzenspitze eingraviert, wohl die Amtsinsignie des frumentarius.