IUVAVUM - Römersteine im bayrisch-österreichischen Grenzraum

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Bischofshofen

Bischofshofen lag an der entlang der Salzach verlaufenden Straße, welche die Paßübergänge im Gasteinertal und im Fuschertal mit der Reichsstraße, die über den Radstädter Tauernpaß nach Iuvavum führte, verband.
Im Umkreis der Frauenkirche und beim Weiler Urreiting, der etwa 3 km vom Ortszentrum entfernt ist, sind römische Gutshöfe nachgewiesen. Weitere frührömische Siedlungsspuren befinden sich auf dem Götschenberg. Funde von römischer Keramik und römischen Münzen an verschiedenen Stellen des Ortsgebietes lassen auf eine dichtere Besiedlung des westlichen Talrandes schließen. Offenbar befand sich in Bischofshofen ein vicus.
Römische Bestattungen erfolgten in der 1. Hälfte des 1. Jhs. n. Chr. im Bereich des Pestfriedhofs und am Nordende des Götschenwaldes zwischen hallsteinzeitlichen Gräbern.
Verschiedene Steindenkmäler, die später in der Frauenkirche und in der Umfassungsmauer des Friedhofs eingemauert wurden, können Gräbern zugeordnet werden.
Von der Mitte des 4. Jhs. n. Chr. bis zur Aufgabe der Siedlung im 5. Jh. n. Chr. zogen sich die Einwohner in mit Wall und Spitzgraben geschützte Höhensiedlungen auf dem Götschenberg und auf dem Burgstall oberhalb des Gainfeld-Wasserfalls (Ruine Bachsfall) zurück. Der Götschenberg war zusätzlich mit einer Wallpalisade befestigt, die offenbar bei einem feindlichen Angriff in Brand gesetzt wurde.

Peter Danner

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Quellen: Moosleitner 1984, 17-22; Lippert 2001, 56-58.