IUVAVUM - Römersteine im bayrisch-österreichischen Grenzraum

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Saaldorf-Surheim

Die römische Straße von IUVAVUM/Salzburg nach Töging überquerte zwischen Saaldorf und Surheim die Sur, einen kleinen Fluss, der östlich von Traunstein bei Surberg entspringt und nördlich von Surheim bei Triebenbach in die Salzach mündet. Der Name „Sur“ stammt wohl noch aus keltischer Zeit. Im nahe gelegenen Leustetten wurde im Spätsommer 1971 von der Prähistorischen Staatsammlung München unter der Leitung von Hans-Jörg Kellner ein 76 Quadratmeter großes, aus Stein erbautes Gebäude archäologisch untersucht und dokumentiert. Die Raumaufteilung und der Fund eines aus mehreren noch in der ursprünglichen Lage befindlichen Kalksteinplatten gebauten Wasserbeckens legten die einzig mögliche Interpretation des Gebäudes nahe, nämlich dass es sich bei dem Gebäude um das Badegebäude einer villa rustica handelte, deren Typus im nordwest-norischen Raum durchaus verbreitet war. Nach Ausweis der Funde bestand die villa rustica von Leustetten bis in die zweite Hälfte des 3.Jhs.n.Chr. Sie wurde später intentionell abgetragen, das Baumaterial wahrscheinlich in die umliegende Gegend verschleift. Eventuell stammen auch die Steine aus Saaldorf und Surheim ursprünglich von Leustetten oder von Gräberfeldern entlang der Straße von Freilassing nach Laufen.

Andrea Krammer

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Quellen: H.-J. Kellner, Römisches Bad von Leustetten, BVbl 63, 1998, S. 281-292, Obermayr 1974, S. 81-83