IUVAVUM - Römersteine im bayrisch-österreichischen Grenzraum

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Ainring

Die Ortsteile Feldkirchen und Hammerau lagen direkt an der römischen Reichstraße von IUVAVUM/Salzburg nach BEDAIUM/Seebruck. In Hammerau wurden im frühen 20.Jh. acht Brandgräber des frühen 2. Jhs. n. Chr. ausgegraben. Martin Hell konnte bei einer Geländebegehung im Jahre 1915 einen weiteren geschlossenen Grabkomplex bergen. Diese neun Bestattungen sind wohl Teil eines Brandgräberfeldes, dessen genaue Ausdehnung und die Lage der dazugehörigen Siedlung – wobei es sich wohl um eine villa rustica handeln dürfte – bisher noch nicht bekannt sind . Die Belegungszeit des Gräberfeldes liegt nach Ausweis der bisher recht spärlichen Funde zwischen dem frühen 2. Jh. n. Chr. bis über die zweite Hälfte des 2. Jhs. hinaus. Der Ort Feldkirchen entstand aber wahrscheinlich doch erst viel später. Die erste Bauphase der heutigen Kirche im Ort wird im 11. oder 12. Jh. n.Chr. vermutet.
Im Ortsteil Thundorf wurde in den 70er Jahren des 18. Jhs. etwa 500 m westlich der Kirche ein römisches Gebäude mit einer Badeanlage ausgegraben, das wohl als Hauptgebäude einer villa rustica anzusprechen ist.

Andrea Krammer

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Quellen: M. Hell, Römische Brandgräber aus dem Rupertiwinkel. In: Aus Bayerns Frühzeit. Friedrich Wagner zum 75. Geburtstag (München 1962), S. 211-213; Obermayr 1974, 110-112.