IUVAVUM - Römersteine im bayrisch-österreichischen Grenzraum

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Berchtesgadener Land

Der Landkreis Berchtesgadener Land war schon in vorgeschichtlichen Epochen relativ flächig besiedelt. In der Römerzeit gehörte er gänzlich zum Stadtgebiet der norischen municipiums IUVAVUM/Salzburg. Die römische Besiedlung setzte mit der Gründung des Verwaltungsortes in der ersten Hälfte des 1.Jhs.n.Chr. ein. Die Aufsiedlung des Landes erfolgte wahrscheinlich planmäßig und friedlich. Landgüter, sogenannte villae rusticae, wurden in fruchtbaren Landschaften in einem Abstand zwischen einem und drei Kilometern angelegt. Obwohl dieses engmaschige Siedlungsnetz im Landkreis Berchtesgadener Land bislang nicht eindeutig nachweisbar ist, deuten die bisher bekannten Fundpunkte römischer Gutshöfe eine flächige Besiedlung in römischer Zeit an. Im gesamten Gebiet ist ein Weiterleben keltischer Traditionen nachweisbar. Die Beibehaltung der einheimischen Tracht und auch die stark keltisch beeinflusste Bauweise von Holzgebäuden sprechen dafür, dass sich die Bevölkerung dieser Region nur langsam einem Romanisierungsprozess unterzog. Die Germaneneinfälle des 3.Jhs. dürften auch die Gutshöfe im Landkreis Berchtesgadener Land teilweise in Mitleidenschaft gezogen haben. Seit der Mitte des 4.Jhs. ist endgültig von einer Ausdünnung und Verödung der Landschaft auszugehen, wobei sicherlich vereinzelt romanische Siedler (vgl. z.B. Kirchberg) in der Gegend verblieben und zusammen mit neu zugezogenen Siedlern die flächige bajuwarische Aufsiedelung des Gebietes begründeten, die anhand der zahlreichen auf –ham und –ing endenden Ortsnamen nachgezeichnet werden kann.

Andrea Krammer

Quellen: Moosleitner 2004; Pietsch 1996.