IUVAVUM - Römersteine im bayrisch-österreichischen Grenzraum

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Hallstatt

Bei Ausgrabungen in der Lahn bei Hallstatt, in einer Entfernung von 550 m vom Westufer des Hallstätter Sees, kamen die Überreste eines Grabbezirkes zutage, darunter der Giebel und weitere Marmorbruchstücke von einem Grabbau, aber auch Knochen sowie Kleinfunde aus Glas, Keramik und Bronze. In der Nähe fand man die Mauerreste eines römischen Gebäudes, der sogenannten „Villa der Gräber“. Im Bereich dieses Bauwerks wurden 21 Skelettgräber freigelegt. Sie enthielten Beigaben aus Keramik, Bronzeblech, Eisen, Bein und Glas sowie Münzen. Sie sind ein Hinweis darauf, daß das Siedlungsgebiet in spätrömischer Zeit stark eingeschränkt war. In der Nähe wurden zu einem späteren Zeitpunkt weitere Gebäude ausgegraben, die sogenannte „Villa am Salzbergweg“ und die „Villa an der Echernwand“.
Schließlich stieß man unmittelbar am Seeufer auf Gräber, die mit Steinplatten ausgelegt waren. Als Beigaben wurden Gefäße aus Glas und terra sigillata (eine besondere Form von Keramik) geborgen.
Ziegelbruchstücke von einem Wiesenbruchstück an der rechten Talseite nahe am Fuße des Dachsteins weisen auf die Existenz eines Gebäudes hin. Man fand ferner Tierknochen und Bruchstücke von terra sigillata.
Neben diesen Funden erbrachten Notgrabungen an verschiedenen Stellen in Hallstatt, die Mauerreste und Kleinfunde zutage förderten, den Nachweis von der Existenz eines römischen vicus von beträchtlichem Umfang.
Unter den im Museum von Hallstatt aufgewahrten Funden, die zum Teil unbekannter Herkunft sind, befinden sich eine goldene Fibel sowie Geräte, die einen Einblick in das damalige wirtschaftliche Leben ermöglichen, z. B. Hipposandalen, Geräte zum Fischfang (Harpune, Fischgabel) und eine Kuhglocke.

Peter Danner

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Quellen: Winkler 1975, 95-98; Fischer 2002, 95-96.