IUVAVUM - Römersteine im bayrisch-österreichischen Grenzraum

mysqlClass Error 11 in file php/ort.php, line 5:
Error #8192: mysql_connect(): The mysql extension is deprecated and will be removed in the future: use mysqli or PDO instead

Gmunden

Der westliche Teil des Bezirkes Gmunden gehörte in römischer Zeit zum Territorium der Stadt Iuvavum (Salzburg), der östliche zum Territorium der Stadt Ovilavis (Wels). Der genaue Verlauf der Grenze steht nicht fest. Nach Geza Alföldi war der Abschnitt südlich von Bad Ischl Teil eines direkt der kaiserlichen Verwaltung unterstehenden Gebietes (patrimonium Regni Norici). Ihm zufolge verlief die Grenze zwischen dem Territorium von Iuvavum und jenem von Ovilava zwischen dem Atter- und Traunsee in etwa gerader Linie nach Norden und nach Süden, wo dann das patrimonium an das Gebiet von Ovilavis anschloß. Nach Gilbert Trathnigg befand sich die Grenze zwischen den Territorien von Iuvavum und Olivavis weiter östlich, führte von Redlham zwischen Vöcklabruck und Schwanenstadt nach Süden und bog in der Höhe des Traunsees nach Südwesten, bis sie westlich von Bad Ischl entlang der heutigen Grenze zwischen den Bundesländern Salzburg und Oberösterreich verlief. Der Hallstätter See und der Oberlauf der Traun befanden sich also nach Alföldi im patrimonium Regni Norici, nach Trathnigg im Gebiet von Olivavis und nach Thomas Fischer im Territorium von Iuvavum.
Der Bezirk Gmunden wurde von den wichtigsten römischen Verkehrsachsen in Oberösterreich, den Reichsstraßen von Iuvavum nach Ovilavis und von Virunum (Zollfeld) nach Ovilavis nicht durchquert. Es ist jedoch anzunehmen, daß durch das Trauntal und das Almtal Nebenstraßen führten.
Ein römischer vicus (Dorf) befand sich in Hallstatt-Lahn, und römische Gutshöfe gab es in den Gemeinden Bad Goisern, Altmünster, Gmunden, Laakirchen und Vorchdorf. Römische Gräber und Kleinfunde wie Keramik und Münzen wurden vor allem entlang der Traun und des Westufers des Traunsees sowie am Unterlauf der Alm gefunden.

Peter Danner

Quellen: Alföldi 1974, 97-101; Winkler 1975; Trathnigg 1984/85, 22. 45-46; Fischer 2002, 95-96; Traxler 2004.