IUVAVUM - Römersteine im bayrisch-österreichischen Grenzraum

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Chieming

Chieming liegt ca. 8 km südöstlich von Seebruck direkt am Ostufer des Chiemsees.
Lange Zeit vermutete die archäologisch-historische Forschung, dass der Römerort BEDAIUM mit Chieming gleichzusetzen wäre, da im gesamten Gemeindegebiet immer wieder römerzeitliche Funde ans Tageslicht kamen und dort im 19.Jh. sieben römische Inschriftensteine gefunden wurden. Heute jedoch weiß man, dass Seebruck die Nachfolgesiedlung von BEDAIUM ist. Allein schon die zentralere Lage am Alzübergang und direkt an der Reichsstraße von IUVAVUM/Salzburg nach AUGUSTA VINDELICUM/Augsburg spricht für eine größere Bedeutung Seebrucks. Zahlreiche Kleinfunde (Münzen, Fibeln, Terra Sigillata, u.a.), aus der Zeit der 2. Hälfte des 1.Jhs. bis in das 4.Jh. hinein dokumentieren die römische Besiedlung im gesamten Gemeindegebiet. Im Ortsteil Eglsee sind die Reste einer villa rustica sogar teilweise noch obertägig erhalten. Auch im Ortsteil Stöttham kamen Münzen der mittleren bis späten Kaiserzeit zu Tage. Die in Chieming gefundenen Bedaius-Altäre stammen jedoch wahrscheinlich alle aus BEDAIUM/Seebruck. Der heutige Ort Chieming wurde erstmals im Jahre 790 in der „Notitia Arnonis“ erwähnt.

Andrea Krammer

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Quellen: BVBl. Beibl. 15, 2002, 146; BVbl. Beibl. 16, 2004, 13; Obermayr 1974, 50-56; Rosenegger 2002, 114; Wedenig 1997, 177.