IUVAVUM - Römersteine im bayrisch-österreichischen Grenzraum

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Wasserburg am Inn

Wasserburg liegt in einer Innschleife rund 25 km nördlich von Rosenheim. Um 1130 verlegte Graf Engelbert von Wasserburg seinen Herrschaftssitz von Limburg bei Attel nach Wasserburg und begründete somit die Stadt. Wasserburgs Bedeutung lag seit jeher im Handel, da hier die Salzstraße von Bad Reichenhall den Inn kreuzte, der bis ins 19. Jahrhundert hinein ein wichtiger Schifffahrtsweg war. Lange Zeit galt Wasserburg als Handelshafen von München.

Im Jahre 1991 wurden in Vergesellschaftung mit neuzeitlichen Funden drei Bruchstücke von Terra Sigillata-Gefäßen aus den Westerndorfer Töpfereibetrieben gefunden. Diese Scherben dürften dort jedoch erst sekundär vergraben worden sein. Ihr ursprünglicher Fundort ist nicht mehr rekonstruierbar. Die Meldung von römischen Grabfunden im Gemeindeteil Attel aus dem Jahre 1861/62 konnten bisher archäologisch nicht verifiziert werden. F. Vollmer ordnete einen Grabstein (CIL III 5583) in seiner Arbeit über die römischen Inschriftensteine in Bayern aus dem Jahre 1915 irrtümlich dem Fundort Wasserburg zu. Der Stein stammt jedoch aus Seeon. Ein weiterer Stein, ein Weihealtar, der bereits bei Aventinus Erwähnung fand, wurde der Legende nach ursprünglich im Wasserburger Ortsteil Kornberg gefunden und dann in das nahegelegene ehemalige Benediktinerkloster Attel gebracht. Obwohl der Altar beschädigt ist, kann man aufgrund der ähnlichen Textformulierung davon ausgehen, dass es sich um einen Bedaius-Weihealtar handelt, der wohl von BEDAIUM/Seebruck aus nach Kornberg verschleppt wurde.

Andrea Krammer

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Quellen: G. Alföldy, Noricum (London 1974) S. 300 m. Anm.31; Obermayr 1974, 124f.u. 32-34; Steffan/Uenze 2003, 276-279, bes. Kat.Nr. 628 u. 630; Wedenig 1997, 168.